Schule 2.0

Mehr als nur Aufpolieren

Die Idee hinter Schule 2.0 ist, den Gedanken »Schulen ans Netz« des bayerischen Kultusministeriums aufzugreifen und neu zu definieren. Bisher verbarg sich dahinter allein ein Internetanschluss der Schulen. Da sich allerdings die Neuen Medien, allen voran das Internet, im letzten Jahrzehnt rasant weiter entwickelt haben, entstand daraus die Idee diesen Fortschritt auch an die Schulen zu bringen. Aus diesem Gedanken heraus entwickelte sich dieses Diplomthema: Das Image einer Schule aus gestalterischer Sicht aufzubessern und die Institution Schule an die Bedürfnisse des Informationszeitalters anzupassen. In einem Zeitalter, in dem Unternehmen sehr viel Wert auf ihr äußeres Auftreten legen und einen Großteil ihrer geschäftlichen Aktivitäten online abwickeln, darf die Schule als Bildungseinrichtung diese Entwicklung nicht verpassen, sondern muss sie sogar gezielt fördern, um die Schüler auf die Bedürfnisse der Wirtschaft und die Anforderungen der modernen Gesellschaft vorzubereiten und sie für den richtigen Umgang mit modernen Medien zu sensibilisieren.

d23_zitat_wilde

Wozu ein neues Image für eine Schule?

Betrachtet man die Art und Weise, wie sich Schulen nach außen präsentieren, so muss man oftmals mit Entsetzen feststellen, dass in den meisten Fällen überhaupt kein oder nur ein marginales Image vorhanden ist. So wie sich in einem Unter­nehmen die Mitarbeiter mit diesem identifizieren, sollten auch Schüler die Chance bekommen, sich mit ihrer Schule identifizieren zu können. Eine solche Identität und Zugehörigkeit wird sich zweifellos positiv auf das Verhältnis zwischen Schule und Schüler auswirken. Sie sollten sich gerne in der Schule aufhalten, auch außerhalb des Unterrichts an Aktivitäten teilnehmen, und andere Organisationen und Einrich­tungen sollen die Schule als Chance einer fruchtbaren Zusammenarbeit wahrneh­men.

Wie ein neues Image kreiert wird

Für das Gymnasium soll ein an dessen Bedürfnisse voll angepasstes Corporate Design entwickelt werden. Dies beinhaltet neben der klassischen Geschäftsaus­stattung wie z.B. Logo und Briefpapier auch die Gestaltung von Schülerausweisen oder eines Wegeleitsystems. Ein modernes CD beinhaltet jedoch nicht mehr nur Printprodukte; um heutigen Anforderungen zu genügen muss ein multimediales Auftreten geschaffen werden, unumgänglich ist hierbei ein Auftritt im Online­-Bereich. Für die Schule wird also ein auf die heutigen Anforderungen maßge­schneidertes Content-Management-­System (CMS) geplant, das den Schulalltag für Lehrer und Schüler erleichtert und vor allem den Schülern eine Plattform bietet, die sie auch außerhalb der Schule verwenden können. Neben diesen Maßnahmen des schlüssigen visuellen Auftretens und der Bindung der Schüler an die Schule ist es außerdem wichtig, den Schülern in deren Interessenbereich liegende Zusatzangebo­te zu liefern. Das erleichtert eine Identifikation mit der Schule und wirkt sich nicht zuletzt positiv auf das Lernverhalten der Schüler aus. Um dies zu bewerkstelligen und gleichzeitig einen gewissen Lehraspekt nicht zu vernachlässigen, werden für die Schule zeitgemäße und auf den ersten Blick unterrichtsfremde Zusatzlehrmittel geplant und erarbeitet, die den Schülern gestalterische Grundlagen für moderne Medien vermitteln und ihnen Spaß am Lernen und ein Verständnis heutiger Kom­munikation geben sollen.