Katholische Religionslehre
Überblick über die Aktivitäten der Fachschaft kath. Religionslehre:
Organspende schenkt Leben

Unter diesem Motto stand der Vortrag von Herrn Dr. Beckmann, Arzt am KfH-Nierenzentrum Weiden, und Herrn Nowy, Ansprechpartner der Interessengemeinschaft Dialysepatienten und Nierentransplantierte Weiden, der selbst Jahre lang auf eine Nierenspende wartete, vor Schülern der Klassen 10 a und b am Kepler-Gymnasium.
Auf Einladung der Religionslehrer Peter Schönberger und Carolin Vogl referierte Hr. Beckmann zunächst über die historischen, medizinischen und rechtlichen Grundlagen der Organspende in Deutschland und knüpfte dabei an das Vorwissen der Schüler an, die sich mit diesem Thema im Religionsunterricht bereits auseinandergesetzt haben. Gerade fehlende Aufklärung sei einer der Hauptgründe, warum in Deutschland zu wenig Spender für zu viele Patienten zur Verfügung stehen. Auf die Niere eines Verstorbenen beispielsweise muss im Durchschnitt vier bis fünf Jahre gewartet werden. Und auch Lebendspenden können nur einen geringen Teil des Bedarfs abdecken.
Hr. Nowy musste selbst acht Jahre lang auf eine Niere warten, nachdem seine erste Spenderniere abgestoßen worden war. Eindrücklich erzählte er von seiner schon im Jugendalter bemerkten Nierenerkrankung, der zunehmenden Verschlechterung und den gravierenden Einschränkungen einer schließlich notwendig gewordenen Dialyse, die er dreimal, zeitweise sogar viermal pro Woche hatte durchführen lassen müssen, bis ihm die Transplantation wieder ein „normales“ Leben ermöglichte. So haben sich Hr. Nowy und Hr. Beckmann zur Aufgabe gemacht, über Organspende zu informieren, oft bestehende Vorurteile darüber abzubauen und sie mehr zum Gegenstand gesellschaftlicher Diskussion, aber auch familiärer Gespräche werden zu lassen – nicht um Menschen zur Organspende zu drängen, aber um eine durchdachte und selbstbestimmte Entscheidung eines jeden Einzelnen herbeizuführen.
C. Vogl
Landespreis des Bayerischen Clubs für Maximilian Neumann

Foto: Oberstudiendirektor Rolf Anderlik, Maximilian Neumann, Oberstudienrat Peter Schönberger (von links)
Maximilian Neumann, Abiturient im ersten G8-Jahrgang des Kepler-Gymnasiums Weiden hat für seine Seminararbeit den mit 1500 Euro dotierten Landespreis des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur erhalten.
Der Club, in dem sich bedeutende Persönlichkeiten des öffentlichen und wissenschaftlichen Lebens in Bayern zusammenfinden, vergibt alljährlich Preise für herausragende Seminararbeiten, die sich einem Thema zur bayerischen Geschichte und Kultur widmen. Aus den Siegern in den einzelnen Regierungsbezirken wird jeweils ein Landessieger bestimmt. Den diesjährigen Landespreis gewann Maximilian Neumann, der 2011 am Kepler-Gymnasium in Weiden sein Abitur ablegte und inzwischen an der Universität Regensburg Medizin studiert. Im Rahmen des Seminars „Staat und Kirche“ verfasste Maximilian Neumann im Fach Katholische Religionslehre eine Arbeit zur Geschichte des ehemaligen Franziskanerklosters in Kemnath-Stadt, wobei er die Zeit der Säkularisation, die Aufhebung des Klosters und den Verkauf der Klostergebäude zu Beginn des 19. Jahrhunderts besonders intensiv untersuchte. Weil es kaum Vorarbeiten gab, musste Neumann sich seine Informationen in einzelnen Archiven mühsam zusammensuchen. In einer Feierstunde im Senatssaal des Maximilianeums in München würdigte der Vorsitzende des Bayerischen Clubs, Professor Albert Scharf, im Beisein von Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Staatsekretär Bernd Sibler vom Kultusministerium die Arbeit. Maximilian Neumann habe mit seiner Untersuchung Pionierarbeit geleistet und die Geschichte des Klosters in Kemnath wissenschaftlich genau untersucht und seine Ergebnisse fundiert dargelegt. „Vorher hab es hierzu nichts, jetzt gibt es etwas“, so Scharf mit Blick auf die Arbeit. Mit dem Preisträger freuten sich auch der Schulleiter des Kepler-Gymnasiums, Oberstudiendirektor Rolf Anderlik, und der die Arbeit betreuende Seminarleiter, Oberstudienrat Peter Schönberger, die beide auch zur Preisverleihung ins Maximilianeum eingeladen waren. Der frischgebackene Landessieger sieht das Ganze pragmatisch: „Für einen Studenten sind 1500 Euro wie ein Sechser im Lotto“, so Neumann. Für den Januar werde er jetzt jedenfalls einen Skiurlaub buchen, verrät der Preisträger.
Projekttag: Menschen mit Behinderung

Stresstest für Weiden Schüler des Kepler-Gymnasiums testen Weidener Innenstadt auf Behindertenfreundlichkeit
„Die Menschen waren äußerst freundlich zu uns“, so die 16-jährige Anna aus der Klasse 10d des Kepler-Gymnasiums nach dem Versuch, als Rollstuhlfahrerin in der Weidener Innenstadt alltägliche Aufgaben zu lösen. „Inklusion steht auf der politischen Agenda momentan ganz oben“, meint Diplompsychologin Carola Preißer, zuständig für offene Behindertenarbeit beim Allgemeinen Rettungsverband. Während der Begriff „Integration“ unterstelle, Behinderte müssten in die Gesellschaft hineingenommen werden, meine „Inklusion“, dass Menschen mit einem Handikap immer schon zur Gesellschaft gehörten. Zusammen mit Martina Grüner vom HPZ Irchenrieth und dem Behindertenbeauftragten der Stadt Weiden, Alexander Grundler, organisierte Preißer einen Projekttag für die Klasse 10d des Kepler-Gymnasiums. Die Schüler überlegten zunächst gemeinsam, was eine Behinderung eigentlich ist und welche Arten von Einschränkungen es gibt. Anschließend mussten sie in der Innenstadt einzelne Stationen bewältigen. Ausgerüstet mit Brillen, die eine Sehschwäche simulieren, mit Ohrstöpseln oder im Rollstuhl sitzend mussten sie etwa auf einer Rolltreppe fahren, Erkundigungen in Geschäften einholen oder bestimmte Gegenstände kaufen. Anschließend wurden die Erfahrungen in der Gruppe ausgetauscht. Dabei wurde schnell deutlich, wo die Hürden für Behinderte liegen. Begeistert waren die Schüler aber auch von der Hilfsbereitschaft vieler Passanten. „Als ich an einer Ampel mit dem Rollstuhl umgefallen bin, hat sofort ein Autofahrer angehalten und mir aufgeholfen“, so der 16-jährige Julian über seine Erfahrungen. Das unebene Pflaster in der Fußgängerzone habe aber das Rollstuhlfahren ziemlich erschwert. Das Gesamturteil der Schüler fiel aber dennoch deutlich aus: Weiden und die Weidener haben den Stresstest grundsätzlich bestanden. Die Organisatoren lobten den Einsatz und die Ernsthaftigkeit, mit der die Schüler die Aufgaben bewältigten und anschließend ihre Eindrücke diskutierten. „Eine tolle Erfahrung für die Schüler“, meinte auch Klassenlehrer Peter Schönberger, der in diesem Zusammenhang darauf hinwies, dass am Kepler-Gymnasium bereits zahlreiche Schüler mit Behinderung unterrichtet werden. Ein hoffnungsvoller Ansatz, den es auszubauen gelte.
Der Neue Tag vom 25. Juli 2011
Sozialpraktikum 2011
 Unsere Sozialpraktikanten aus der 10. Klasse im Klinikum Weiden
In diesem Schuljahr traten wieder Schüler der 10. Jahrgangsstufe zum Sozialpraktikum im Raum Weiden an und besuchten soziale Einrichtungen wie Altenheime, das Klinikum Weiden, das Heilpädagogische Zentrum Irchenrieth und viele weitere. Anfangs waren wir etwas aufgeregt und merklich unsicher, was auf uns zukommen wird und wie wir die Arbeit mit beispielsweise geistig behinderten Menschen meistern würden. Doch nach den ersten Tagen legte sich diese Nervosität und als Praktikanten lernten wir schnell, richtig mit den Patienten und Bewohnern der Einrichtungen umzugehen. “Menschlich hat mich das wirklich weitergebracht“ äußerte sich ein Schüler hierzu. Abschließend machten wir dort Erfahrungen, welche uns reifer und offener im Umgang mit sozial Schwachen werden ließen.
Lena Schregelmann, 10b
"Ich will nicht, dass ihr weint!"- Das Krebstagebuch der 16-jährigen Jenni im Religionsunterricht

Vierzehn Monate lang schrieb die 16-jährige Jennifer Cranen eine Art Tagebuch über ihre schwere Krebserkrankung – über endlose Behandlungen, das Auf und Ab ihres Zustands, das ständige Hoffen und Bangen. Kurz vor ihrem Tod im November 2004 diktierte Jenni ihren Eltern: „Ich will nicht, dass ihr weint und um mich trauert, sondern mit einem Glas Sekt anstoßt, dass ich nun endlich alles überstanden habe und keine Schmerzen mehr ertragen muss. Denkt nur daran, dass es mir gut geht und vergesst die Trauer“. Die Trauer vergessen können Jennis Eltern jedoch bis heute nicht – sie haben gelernt, mit ihr zu leben und erfüllten Jennis letzten Wunsch, ihre emotionalen Aufzeichnungen als Buch herauszugeben. Im Rahmen des Themas „Mit Leid umgehen“ entschied sich die Klasse 6 f zur Lektüre dieses Tagebuchs im Religionsunterricht. Als die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss der Lektüre Briefe an Jennis Eltern mit ihren persönlichen Eindrücken schrieben, zeigten sich Herr und Frau Cranen so gerührt, dass sie kurzerhand bereit waren, den Weg von Aachen nach Weiden auf sich zu nehmen, um mit der Klasse 6 f ein Abschlussgespräch über ihre Erfahrungen zu führen. Bei solchen Besuchen in Schulen kommt es ihnen vor allem darauf an, den Schülern zu vermitteln, wie wichtig für kranke Menschen das Gefühl ist, nicht allein gelassen zu werden. So habe Jenni sehr darunter gelitten, dass sich ehemals gute Freunde immer mehr abwandten – wohl auch aus eigener Unsicherheit im Umgang mit solch einer schweren Krankheit. Als Anerkennung konnten die Schülerinnen und Schüler eine kleine Spende für den Kinderkrebsverein an Jennis Eltern überreichen, an den auch sämtliche Erlöse aus dem Verkauf des Buches gehen. Wer sich näher über Jenni, die Arbeit ihrer Eltern und den Kinderkrebsverein informieren möchte, kann dies tun unter: http://www.crazyjenni.de/jennis_gedenkseite/index.html
C. Vogl
Besuch in der Synagoge Weiden

Am 13. Januar 2011 besuchten katholische Schüler der Klassen 9b,c und d die Weidener Synagoge. Nach einer Ausführung über die Geschichte und die Ausstattung des Gotteshauses, hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit Frau Dr. Konrad, der ersten Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde in Weiden, ins Gespräch zu kommen. Nach einer interessanten Stunde, in der die zuvor im Unterricht erarbeitete jüdische Glaubenswelt lebendig und anschaulich wurde, war die Veranstaltung beendet.
Pragfahrt 2010

Am Montag, den 26. Juli 2010 fuhren 32 Schüler der 10. Jahrgangsstufen nach Tschechien. Ziele dieses Tagesausflugs waren vor allem das Kennenlernen des jüdischen Prags, aber auch das Fördern der Klassengemeinschaften.
Um 7.00 Uhr trafen sich die Interessierten vor dem Kepler-Gymnasium zur dreistündigen Busfahrt. Schon während der Fahrt wurden wir über das Programm und den Ablauf informiert und bekamen erste Eindrücke von der Hauptstadt unseres östlichen Nachbarlandes. Die Reiseleitung übernahmen Frau Baumast und Herr Schönberger, welche uns während der Anreise schon ab der Stadtgrenze die ersten Sehenswürdigkeiten präsentierten.
Erste Station war die Prager Burg, von der aus sich ein wunderschönes Panorama über Prag bietet. Das Wahrzeichen befindet sich auf dem Hradschin. Danach gingen wir über die Karlsbrücke zur ersten Synagoge, der Altneusynagoge. Nach Herrn Schönbergers Informationen über das Gotteshaus hatten alle großen Hunger.
Also war es Zeit für eine Mittagspause. Von 12.00 bis 14.00 Uhr hatten die Schüler Freizeit, um zu Mittag zu essen, einkaufen zu gehen oder andere Dinge zu unternehmen.
Nach dieser Pause waren alle wieder gestärkt, um das jüdische Museum zu erkunden. Als Nächstes ging die Gruppe zur Maiselsynagoge, welche nicht mehr als Synagoge genutzt wird und die Männer sie deshalb ohne Kippa (jüd. Kopfbedeckung) betreten dürfen. Man kann zahlreiche Schätze betrachten, zum Beispiel Tora-Kronen und Tora-Zeiger.
Von dort aus wurden wir zur Spanischen Synagoge geführt. Im Gegensatz zur Altneusynagoge durften die Frauen hier dem Gottesdienst auf einer Galerie folgen. In der Altneusynagoge dagegen mussten sie durch Spalten in der Wand dem Gottesdienst zuhören und mitfeiern.
Die letzte und besonders eindrucksvolle Synagoge ist die Pinkassynagoge. Hier sind die Wände mit rund 80 000 Namen ermordeter tschechischer und mährischer Juden beschriftet. Im ersten Stock befindet sich eine Ausstellung von Kinderzeichnungen. In diesem Gebäude wurden wir uns des Leidens der Gefangenen bewusst. Anschließend besuchten wir den alten jüdischen Friedhof und zum Schluss den Zeremoniensaal. Abschreckend waren im ersten Augenblick die vielen Grabsteine, doch Herr Schönberger erklärte uns, dass im Laufe der Zeit bis zu acht Menschen übereinander beerdigt wurden.
Nach diesen interessanten Fakten gönnten uns die Lehrkräfte noch eine Stunde Freizeit bis zur Abfahrt um 18.00 Uhr. Zu guter Letzt entstand bei uns die Meinung, dass dieser Ausflug für die künftigen 10. Klassen sehr zu empfehlen ist.
Anna Troglauer, Monika Stahl
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