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Wir haben unseren neuen Schulleiter interviewt!
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Was war ihr erster Eindruck vom Kepler?
Mein erster Eindruck war, dass es eine Schule ist, an der unheimlich viel los ist und es wahnsinnig viele engagierte Schülerinnen und Schüler gibt, aber natürlich auch Lehrkräfte. Man muss unterscheiden, was ist im Inneren der Schule und wie sieht sie von außen aus. Und von außen wäre es schön, wenn man bald die Möglichkeit bekäme, dass renoviert wird oder saniert wird.
Warum haben Sie von der letzten Schule ans Kepler gewechselt?
Ich wollte gerne noch mal Schulleiter an einer Schule mit einem Seminar sein. Also wir haben hier am Kepler eine Referendarsausbildung. Und es hat mich auch gereizt, in die Hochbegabtenförderung reinzuschnuppern. Außerdem ist es näher, wenn ich auch mal meine Eltern besuchen will.
Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Hoffentlich noch hier, bei guter Gesundheit, am Kepler-Gymnasium mit einer beginnenden Sanierung. Aber man weiß nie, was kommt.
Mit welchen Worten würden Sie sich beschreiben?
Es ist immer schwierig, wenn man sich selbst beschreiben soll. Ich hoffe, dass ich offen bin, gut zuhören kann, konstruktiv und positiv bin.
Schilden Sie uns bitte einen bedeutenden Moment aus Ihrer Schullaufbahn.
Ich wollte unbedingt die Abiturrede halten, obwohl ich nicht Schülersprecher und auch nicht bei der SMV war. Das war ein schöner Moment in meiner Schullaufbahn, denn die Schulrede war ein Balanceakt zwischen Kritik und Wertschätzung.
Welche Fächer unterrichten Sie und waren Sie schon früher an diesen interessiert?
Die Fächer, die ich unterrichte, sind Englisch und Geschichte. Als Leistungskurse hatte ich früher an der Schule Mathematik und Chemie. Englisch hat mich schon immer interessiert. Geschichte war dann eher so eine Notlösung, für das zweite Fach. Ich habe nicht gewusst, wo ich studieren soll, und dann bin ich in Regensburg gelandet. Dort habe ich auch Tischtennis gespielt, deshalb war ich in dieser Stadt, aber dort konnte man nicht Wirtschaft und Englisch als Kombination studieren, obwohl ich dieses gerne als Zweitfach gehabt hätte.
Würden Sie sich noch immer für den Beruf des Lehrers entscheiden und wenn ja, würden Sie dieselben Fachrichtungen wählen?
Das ist eine Frage, da weiß ich die Antwort nicht. Ich habe schon auch andere Sachen gesehen und fünf Jahre im Silicon Valley gewohnt und mir dann auch überlegt, dass es spannend wäre, was anderes zu machen -also nicht Lehrer zu sein. Direktor hingegen ist ein spannender Job, weil jeden Tag etwas passiert, das man nicht planen kann. Aber interessant wäre auch, wenn man Berufe einfacher wechseln könnte, als man das als Beamter kann. Andererseits habe ich aber auch in dem System ziemlich viele Sachen gemacht: Lehrer, Seminarlehrer, der Auslandsaufenthalt, Mitarbeiter im Direktorat und jetzt auch Schulleiter mit einem Seminar und so weiter. Das war schon okay, aber manchmal überleg ich mir schon, ob man auch was anderes hätte machen können.
Was wollen sie am Kepler verbessern?
Ich glaube, bei den Menschen braucht man nichts zu verbessern. Ich glaube, die digitale Ausstattung an der Schule könnte besser sein, in vielen Klassenzimmer und Räumen. Ich denke, eine Sanierung wäre schön, denn wenn man beispielsweise von der Osthalle kommt und sieht die gebrochenen Waschbetonplatten, dann ist das nicht so schön.
Kannten sie schon vor ihrem Wechsel ans Kepler einige Kollegen?
Ja, ich kannte schon ein paar Kollegen. Irgendwie ist es so, dass wenn man in Bayern an einem Gymnasium unterrichtet, dann kennt man fast überall jemanden. Das ist zwangsläufig so.
Würden sie den Beruf als Schulleiter weiterempfehlen?
Wenn man es gerne hat und aushalten kann, dass man in die Schule kommt und es sich anfühlt, als wäre man in einer Wundertüte, dann ja. Denn jeden Tag nimmt man sich etwas vor und dann kommt die große Wundertüte und es kommt immer etwas raus, was man sich nicht vorgestellt hat. Man muss darauf gefasst sein, dass immer etwas passieren kann, das nicht geplant ist. Wenn man das mag, würde ich den Beruf als Schulleiter weiterempfehlen.
Wir bedanken uns für das Gespräch!
Interview von Anna, Helena, Mia, Rafaela und Amelie (8. Klasse)












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