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Einen eindrucksvollen Tag erlebten die neunten Klassen beim Besuch des ehemalige Konzentrationslagers Flossenbürg. Ziel des Ausflugs war es, den Geschichtsunterricht zu erweitern und ein tieferes Verständnis für die Zeit des Nationalsozialismus zu entwickeln.
Der Tag begann mit einem Workshop, in dem sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Schicksal der „Ansbachers“ – einer jüdischen Familie, die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurde – auseinandersetzten. Zunächst wurde das Vorwissen über Judentum und Nationalsozialismus aufgefrischt. Dabei konnten die Jugendlichen selbstständig Inhalte erarbeiten, ergänzt durch Erklärungen der Leitungsperson.
Im Anschluss forschten die Gruppen zu einzelnen Familienmitgliedern: Zwei Teile der Klasse beschäftigten sich mit dem Leben des Vaters Ernst – aufgeteilt in seine frühe und späte Lebensphase – während die anderen beiden Gruppierungen Informationen über die Söhne Fritz und Willi zusammentrugen. Da über die Mutter keine Auskünfte gab, lag der Fokus auf den männlichen Familienmitgliedern. Am Ende stellten alle Gruppen ihre Ergebnisse vor.
Nach einer Mittagspause begann die Führung über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers. Startpunkt war das Areal der früheren Baracken, wo den Schülerinnen und Schülern die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Häftlinge nähergebracht wurden. Anschließend besuchten sie die ehemalige Wäscherei, in der heute eine Ausstellung untergebracht ist. Dort erhielten sie Einblicke in den Alltag der Gefangenen und konnten anhand von Ordnern weitere persönliche Schicksale einzelner Häftlinge recherchieren. Viele der Teilnehmenden besichtigten zudem das Krematorium und das umliegende Gelände.
Der Besuch hinterließ bei vielen einen bleibenden Eindruck – ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur und zum bewussten Umgang mit unserer Geschichte.
von Melissa Blagajcevic und Arielle Oswald












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