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Während das Thema Berufsorientierung an vielen Schulen oft etwas stiefmütterlich behandelt wird, setzt das Kepler-Gymnasium in Weiden neue Maßstäbe. Hier wird großer Wert darauf gelegt, Schülerinnen und Schüler frühzeitig auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten.
Bereits in der neunten Jahrgangsstufe, wenn die meisten Jugendlichen 14 oder 15 Jahre alt sind, startet am Kepler-Gymnasium das umfassende Berufsorientierungsprogramm. Matthias Eckert, Wirtschafts- und Geographielehrer sowie Koordinator der Berufsorientierung, betont, dass das Programm gerade deshalb so wichtig ist, weil viele Jugendliche in diesem Alter noch unsicher sind, welchen Weg sie einschlagen möchten. Es helfe ihnen, sich zu orientieren und eine bewusste Entscheidung zu treffen.
Das Programm ist vielfältig und praxisnah gestaltet: Es beginnt mit drei intensiven Nachmittagen, in denen wichtige Grundlagen wie die Erstellung von Bewerbungsunterlagen vermittelt werden. Eine besondere Rolle spielt dabei die Potenzialanalyse, die den Jugendlichen hilft, ihre Stärken und Interessen zu erkennen und so die Wahl des Praktikumsbetriebs zu erleichtern.
Ein Höhepunkt war auch der Tag in der Handwerkskammer, bei dem die Neuntklässler die Möglichkeit erhielten, Berufe aus verschiedenen Gewerken hautnah kennenzulernen, von Maler und Zimmerer über Bau und KFZ bis hin zu Elektrik und Metall. Diese direkten Einblicke sind Gold wert, um realistische Vorstellungen von den Arbeitsfeldern zu entwickeln.
Direkt im Anschluss fand vom 23. bis 27. Juli 2025 das einwöchige Schülerpraktikum statt. Die Erfahrungen waren vielfältig: Manche Schüler trafen in ihren Betrieben auf Mitschüler, andere absolvierten ihr Praktikum allein. Die Rückmeldungen waren überwiegend positiv, auch wenn für einige klar wurde, dass der gewählte Berufsweg nicht der richtige ist. Genau diese Erkenntnis war das zentrale Ziel des Praktikums.
Das Kepler-Gymnasium beweist damit, dass eine frühzeitige und fundierte Berufsorientierung der Schlüssel ist, um jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen und sie optimal auf ihre Zukunft vorzubereiten.
Umfassende Orientierung auch für ältere Jahrgänge
Doch die Berufsorientierung endet nicht mit der neunten Klasse. Auch für die älteren Schülerinnen und Schüler der zehnten bis zwölften Jahrgangsstufe bietet das Kepler-Gymnasium maßgeschneiderte Unterstützung. Am 24. Juni 2025 fand hierfür ein spezieller Berufsinformationsnachmittag statt.
Dieser Nachmittag bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, sich über 16 verschiedene Berufe zu informieren, darunter so unterschiedliche Bereiche wie Journalist, Fachinformatiker oder Tierarzt. Für jeden vorgestellten Beruf stand ein fachkundiger Referent zur Verfügung, darunter Claudia Moser von den Oberpfalzmedien, Andreas Medgyesy von der Firma Witron und Dr. Vet. Med. Barbara Bäumler.
Ziel dieses Tages war es, den Jugendlichen fundierte Einblicke in diverse Berufsfelder zu geben und ihnen bei ihrer eigenen Orientierung zu helfen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom P-Seminar Wirtschaft unter der Leitung von Geographie- und Wirtschaftslehrer Matthias Eckert.
Der Nachmittag begann mit einer Begrüßung durch einen Schüler des P-Seminars, der sich bei allen Anwesenden bedankte, die Referenten ankündigte und den Ablauf erläuterte. Im Anschluss sprachen auch Herr Eckert und Schulleiter Alexander Wildgans einige Worte. Danach begannen die Vorträge, von denen jeder Schüler jeweils drei besuchen konnte. Jeder Vortrag dauerte etwa 30 Minuten, wobei 10 Minuten für Fragen reserviert waren – eine wertvolle Gelegenheit für die Schüler, ihre individuellen Anliegen direkt an die Experten zu richten.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Veranstaltung und unterstrichen die Wichtigkeit einer so umfassenden Berufsorientierung für ihre Zukunftsplanung. Das Kepler-Gymnasium Weiden beweist damit eindrucksvoll, dass eine frühzeitige und fundierte Berufsorientierung der Schlüssel ist, um jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen und sie optimal auf ihre Zukunft vorzubereiten.
Artikel von Melissa Blagajcevic und Arielle Oswald












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